ZvD Kilianstr. 8 70327 Stuttgart Stuttgart, 20. Februar 2012
To the Secretary-General
of the United Nations
His Excellency Ban Ki-moon
United Nations Building
New York, New York 10017
USA
Betr. Petition des Zentralrats der vertriebenen Deutschen e. V.
Sehr geehrter Herr Generalsekretär Ban Ki-moon,
als Vertretung deutscher Vertriebenen, deren leidvolles Schicksal bis heute ungesühnt und ungeheilt anhält und dieser Unrechtszustand trotzdem international ignoriert wird, bitten wir Sie, Herr Generalsekreter der Vereinten Nationen, um Unterstützung bei der dringend notwendigen Beendigung des anhaltenden die Menschenrechte verletzenden Unrechtszustandes in Europa und besonders innerhalb der Europäischen Union.
Unglaubwürdig erscheinen die täglichen Anklagen gegen die Nachahmer in Nordafrika und Asien, wenn die internationale Staatengemeinschaft nicht einmal willig und fähig ist Verbrechen zu sühnen und zu heilen, die seit Jahrzehnten von dieser Gemeinschaft ausgegangen sind und bis zum heutigen Tage wohlwollend mitgetragen werden.
Dabei geht es um Verbrechen, deren rassistischer und chauvinistischer Hintergrund deutlicher nicht sein kann und Millionen Menschen verschiedener Nationalitäten wie, außer der größten Opfergruppe der Deutschen, auch Ungarn, Italiener, Finnen, Ukrainer und nicht zuletzt Juden betrifft, die mit der Schutzbehauptung der Täter, die Vertreibung stehe im Zusammenhang mit der deutschen Schuld, nicht in Zusammenhang gebracht werden können.
Das gilt im Besonderen auch für die kollektiv unschuldig vertriebene deutsche Bevölkerung, bei der im Zuge der Austreibung und entschädigungslosen Ausraubung nicht einmal Kommunisten, NS-Gegner oder Juden verschont wurden weil sie, rassistische betrachtet, Deutsche waren.
Wie lange will es sich die internationale Völkergemeinschaft noch erlauben derartige Unrechtszustände am Leben zu erhalten, ohne damit die Verantwortung zu tragen, dass Nachahmungstäter unter dem Schutzmantel der Vereinten Nationen als auserwählte Gefälligkeitstäter davon kommen können.
International anerkannte vom Humanismus überzeugte und den Menschenrechten dienende Historiker wie Prof. Dr. de Zayas, de Buy, Dr. Felix Ermacora und viele andere, versuchen seit Jahrzehnten die Opfer von Vertreibungen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit aller Nationalitäten zu verteidigen und schaffen es nicht, ihrem Ruf nach Gerechtigkeit für alle Menschen dieser Erde, international Gehör zu verschaffen.
Das bedeutet, dass damit der Anschein erweckt wird, dass die Lobby des Unrechts in dieser Welt größer wäre als die Mehrheit der Menschheit, die in Wirklichkeit hinter der Verwirklichung der Menschenrechte und der Ächtung von Unrecht, Völkermord und Identitätsvernichtung ganzer Volksgruppen steht.
Die Vereinten Nationen, die Sie verehrter Herr Ban Ki-moon vertreten, sollten nicht nur Position beziehen um mit militärischer Gewalt und unter Hinnahme weiterer unschuldiger Opfer neue Vertreibungsverbrechen und ethnische Säuberungen zu verhindern, sondern sollte besonders dafür eintreten, dass bereits begangene Verbrechen mit Völkermordcharakter, wie die mit unserer Bitte bezeichneten, gesühnt, geheilt und damit zur Nachahmung unrentabel gemacht werden.
Nur so wird die Ernsthaftigkeit, eine friedliche Welt schaffen zu wollen, glaubwürdig und von der Menschheit aus vollem Herzen mitgetragen.
Sehr verehrter Herr Ban Ki-moon, bitte benutzen Sie ihre Amtszeit, um an der Seite der Opfer für dieses Ziel mitzuwirken. Der ZvD bittet Sie um Ihre Antwort.
Mit freundlichem Gruß.
Herbert Jeschioro